Carsten Schlangen auf neuen Wegen

Geschrieben von: Meppener Tagespost - Emslandsport
24 November 2005 | Kommentare (0)

Nach der Cross-„DM" Wechsel von Union Meppen zur LG Nord Berlin

Bei den Deutschen Crossmeisterschaften am Samstag in Darmstadt trägt Carsten Schlangen zum letzten Mal das Trikot von Union Meppen. Das große emsländische Mittelstreckentalent wird künftig ein Berliner. „Emotional fällt es schwer, aber rational ist es absolut richtig", kommentierte Gerd Janning den zum 1. Januar beschlossenen Wechsel seines Top-Athleten von Union Meppen zur LG Nord Berlin. Der Trainer des Deutschen Vizemeisters über 1500 m weiß: „Die Bindung bleibt und wird das verkraften."

Als privater „Mentaltrainer" will Janning das deutsche Mittelstrecken-Ass auf seinen neuen Wegen begleiten und auf Wunsch auch bei größeren Wettkämpfen weiter präsent sein. Schlangens neuer Coach in Berlin ist Prof. Dr. Roland Wolff, ein ausgewiesener Mittelstreckenspezialist, in dessen Trainingsgruppe bei der LG Nord der 24-jährige Architekturstudent aus Meppen schon jetzt aufgenommen ist.

„Das ist eine tolle Atmosphäre dort", hat sich Janning im Zuge der DM-Vorbereitung in Berlin selbst ein Bild gemacht von den Möglichkeiten (im Winter auch Training am Olympiastützpunkt) und der Harmonie in der Gruppe zu der auch der Deutsche Meister über 1 500m Franek Haschke und der Deutschen Crossmeister Jonas Stifel zählen. Ein fast unschlagbares Mittelstreckentrio, bei dem schon im Training Wettkampfbedingungen gelten und zusätzliche Leistung ermöglichen.

Janning hatte den Wechsel mit forciert, nachdem alle anderen' Überlegungen einer Trainingskooperation auch aus verbandstechnischen Vorgaben nicht sinnvoll möglich waren. Der 49-jährige Fernmeldetechniker und einstige Karatetrainer war vor rund 12 Jahren etwa zeitgleich mit Schlangen in die Leichtathletikabteilung von Union Meppen gekommen und hatte ihn seither in der Mittelstreckengruppe betreut – vom ersten Bezirksmeistertitel in der A-Jugend über den eigentlich erst späten Durchbruch in der Männerklasse bis hin zur Perspektive für Peking 2008, die Bundestrainer von Papen Carsten inzwischen bescheinigt.

Schon in den letzten drei Jahren trainierte Janning seinen an der TU in Berlin studierenden Schützling mehr aus der Entfernung, so dass der nächste Schritt zwangsläufig folgte. Trainer und Athlet sind sicher, dass es „so der richtige Weg" ist. Schon im letzten Jahr steigerte sich Carsten über 1500m um elf Sekunden von 3:51,8 (2004) auf seine Bestzeit von 3:40,79 (2005 bei der DM in Wattenscheid). „Da wird eine nochmalige Steigerung um zwei Sekunden wohl möglich sein", hofft Janning. Denn 3:38,0 ist die Norm für die Europameisterschaften 2006 in Göteborg. „Das ist das primäre Ziel."

Die nötige Grundlagenausdauer holt sich Schlangen beim Cross. Nach seinem dritten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften hinter Haschke und Stifel will Carsten am Samstag die Revanche. „Für eine Überraschung ist er immer gut", lächelt Janning. Schließlich hatte Schlangen auf der 4 400 m langen Strecke bei der Norddeutschen bis 150 m vor dem Ziel geführt. Und Samstag ist die DM-Mittelstrecke nur 4000 m lang. – Das wäre es doch noch: Ein Deutscher Meistertitel im Union-Meppen-Trikot, als Abschiedsgeschenk …

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„Bronze" für Schlangen

Geschrieben von: Meppener Tagespost - Emslandsport
8 November 2005 | Kommentare (0)

Norddeutsche Crossmeisterschaft: Die Titel knapp verpasst 

Die emsländischen Teilnehmer an den Norddeutschen Meisterschaften im Crosslauf wollten um Titel und Medaillen laufen. Medaillen gab es auch in Luckenwalde, doch ein Titel blieb ihnen verwehrt.

Carsten Schlangen vom SV Union Meppen, der Deutsche Vizemeister im 1500-m-Lauf, ergriff im Mittelstreckenlauf über 4,4 km gleich nach dem Start die Initiative und sorgte für ein hohes Tempo. Als Carsten nach der ersten Runde umschaute, sah er, dass nur seine Berliner Trainingspartner von der LG Nord ihm folgen konnten: der deutsche 1500-m-Meister Franek Haschke und Jonas Stifel.

Die versuchte er auch noch abzuschütteln, was ihm aber nicht gelang. 150m vor dem Ziel überspurteten sie Carsten. Es siegte in diesem hochklassigen Rennen Franek Haschke vor Jonas Stifel, als Dritter folgte Carsten. Zum Auslaufen nutzten sie den bald darauf gestarteten Langstreckenlauf über 8,8 km.

In drei Wochen bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Darmstadt werden die drei Medaillengewinner erneut aufeinander treffen. „Dort werden die Karten neu gemischt", sagte der Meppener Carsten Schlangen, der ab 2006 wohl für die Berliner „LG Nord" starten wird.

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Chancen bei den „Norddeutschen"

Geschrieben von: Meppener Tagespost - Emslandsport
5 November 2005 | Kommentare (0)

Während ein Großteil der Läufer sich noch auf die Saison vorbereitet, geht es am Sonntag bei den Norddeutschen Cross-Meisterschaf-ten in Luckenwalde (Brandenburg) schon um Titel und Medaillen. Das gilt auch für die vier emsländischen Teilnehmer. Carsten Schlangen (Union Meppen) wird auf der 4,4-km-Strecke um den Sieg laufen. Alles scheint möglich.

Zusätzlich wird Schlangen noch auf der Langstrecke (8,8 km) starten, „als Ausdauertraining", so sein Trainer Gerd Janning. Auch Cornelia Schwennen von Concordia Emsbüren hat sich den Titel in der A-Jugend-Klasse (4,4 km) zum Ziel gesetzt: Für Cornelia, gut vorbereitet durch Trainer Ludger Fehren, sind die „Norddeutschen" außerdem ein guter Test für die Cross-DM Ende November in Darmstadt. Ihre Trainingskollegen Ingo und Marcel Schneiders laufen in der B-Jugend-Klasse (4,4 km) um eine Medaille.
 

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Schlangen kommt gut in Form

Geschrieben von: Meppener Tagespost - Emslandsport
1 November 2005 | Kommentare (0)

Mittelstreckler Carsten Schlangen ist gut aus der Leichtathletikpause herausgekommen und stellte in ersten Wettkämpfen in Potsdam und auf Ibiza bereits eine gute Form unter Beweis.

Der Deutsche Vizemeister über die 1500 m vom SV Union Meppen, der in Berlin Architektur studiert und am Olympiastützpunkt bei der LG Nord Berlin mittrainiert, belegte am Samstag beim Langstreckenlauf der Saeger-Serie in Potsdam über 12800m Platz drei. Absprachegemäß war er dabei gemeinsam mit seinen Trainingspartnern Jonas Stifel und Franek Haschke als Trio gemeinsam über die Ziellinie gelaufen.

Die Veranstalter werteten den amtierenden Deutschen Crossmeister Jonas Stifel in 43:32,7 Minuten auf Platz 1, vor Franek Haschke (43:33,1) und Carsten Schlangen (43:33,5). „Angesichts der Streckenlänge mit starkem Profil zeigt die erreichte Zeit, dass Carsten in puncto Ausdauerleistung schon gut drauf ist", freute sich Heimtrainer Gerd Janning.

Vor zwei Wochen war Schlangen auf entsprechende Einladung, die weltweit nur an die Spitzen-Mittelstreckler gegangen war, beim „Milla de Ibiza" gestartet. Den Elitelauf durch die Stadt über genau eine Meile beendete der 25-jährige Student aus Meppen in 4:14,0 Minuten als Siebenter. „Bereits diese Zeit hatte auf einen guten Trainingszustand schließen lassen", registrierte Trainer Janning mit Genugtuung.

Das nächste echte Kräftemessen für Schlangen sind am kommenden Wochenende die Norddeutschen Cross-Meisterschaften in Brandenburg, wo er über über die Mittel- und die Langstrecke an den Start gehen will. Höhepunkt wird dann am 26. November die Deutschen Crossmeisterschaft in Darmstadt sein.

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Die leichtathletik.de-Analyse – Mittelstrecken

Geschrieben von: Leichtathletik.de - Spezial - Alexandra Neuhaus - Auszüge
8 Oktober 2005 | Kommentare (0)

Der Leichtathletik-Sommer 2005 ist Geschichte. Die deutsche Szene war in den letzten Monaten nach dem Tief bei den Olympischen Spielen in Athen wieder von einem Aufwind ergriffen. leichtathletik.de nimmt die einzelnen DLV-Disziplinbereiche unter die Lupe, macht eine Momentaufnahme, bilanziert das Jahr 2005, blickt auf 2006 voraus und stellt die neuen Hoffnungsträger vor. 

Mittelstrecke Männer

So stehen die DLV-Asse international:
René Herms (LG Asics Pirna) ist in Deutschland das Maß aller Dinge über 800 Meter und auch international kann er mit seiner Jahresbestzeit von 1:44,71 Minuten, die er am 9. Juli in Cuxhaven aufstellte, mit den Top 20 weltweit mithalten, auch wenn ihm der Sprung ins WM-Finale dieses Jahr noch verwehrt blieb.

Über 1.500 Meter sieht es bei den Männern eher mager aus. Weder ist ein deutscher Name in der IAAF-Weltjahresbestenliste oder Europabestenliste zu finden, noch konnte der DLV einen zweiten deutschen Mittelstreckler neben René Herms zur WM schicken. Als einziger Lichtblick ist Wolfram Müllers (LAV Asics Tübingen) siebter Platz bei der Hallen-EM in Madrid zu erwähnen. Der talentierte Mittelstreckler war in diesem Jahr aber vornehmlich mit Verletzungs- und Trainerproblemen beschäftigt, was eine vernünftige Sommersaison unmöglich machte.

Die Bilanz 2005:
Die Analyse der Erfolge 2005 fällt in den Mittelstreckendisziplinen im Hinblick auf die Weltmeisterschaft eher nüchtern aus. Kein deutscher Athlet erreichte das Finale in Helsinki.

„Es wäre schön gewesen, wenn René ins Finale gekommen wäre, aber er wird aus den Fehlern dieser Saison für das kommende Jahr lernen“, ist sich DLV-Disziplintrainer Henning von Papen sicher. Insgesamt stellt er den aktiven Mittelstrecklern kein gutes Zeugnis aus. „Mit dieser Saison können wir nicht zufrieden sein. Es wird Zeit, dass die jungen Athleten den Anschluss schaffen.“ Pech war zudem, dass man Verletzungen bei Wolfram Müller und Toni Mohr (LC Cottbus) zu beklagen hatte und auch Franke Haschke (LG Nord Berlin) noch nicht wieder an sein eigentliches Leistungsniveau anknüpfen konnte. „Franek ist aber auf einem guten Weg zurück“, glaubt Henning von Papen.

Die Chancen 2006:
René Herms kann sich, wenn er von Verletzungen weiterhin verschont bleibt, weiter nach vorne arbeiten. Das kommende Jahr könnte in Anbetracht seines vierten Platzes in Europas Bestenliste der große Durchbruch für ihn sein und wir können uns jetzt schon auf die Europameisterschaft in Göteborg (Schweden) freuen. Ähnlich schätzt auch sein Bundestrainer die Situation ein und macht deutlich: „Die Zielstellung bei der EM ist für René eine Medaille.“

„Über 1.500 Meter würde ich mich freuen, wenn wir alle drei Startplätze besetzen könnten“, sagt Henning von Papen und liefert auch gleich die Kandidaten bzw. die Bedingungen unter denen diese Plätze belegt werden können. „Die Fragen lauten: Stabilisiert sich Wolfram Müller wieder? Kommt Franke Haschke bis dahin an alte Zeiten heran? Kann Stefan Eberhardt (LC ThüringenGas Erfurt) sich nach dieser tollen Saison nochmals um zweieinhalb Sekunden steigern?“ Jedoch lässt Henning von Papen auch einen Newcomer wie Carsten Schlangen (SV Union Meppen), der sich dieses Jahr auf 3:40,79 Minuten steigerte, nicht außer Acht.

Über 800 Meter hat Henning von Papen, neben René Herms, noch drei weitere Namen auf seiner Liste stehen, die Kandidaten für die EM sind und bescheinigt René Bauschinger (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg) und Andreas Freimann (LC ThüringenGas Erfurt) durchaus Chancen zur Qualifikation. „René Bauschingers Bestzeit ist in diesem Jahr hinter dem Erfolg zurück geblieben. Bronze bei der U23-EM war toll, aber an der Zeit müssen wir noch arbeiten. Andreas Freimann ist schon mal eine 1:46 Minuten gelaufen. Dort muss er im nächsten Jahr wieder ansetzten. Dann sehe ich auch für die EM Chancen.“ Der große Unbekannte ist der Sydney-Olympiasieger Nils Schumann (LG Eintracht Frankfurt). Er schnürt mittlerweile wieder die Laufschuhe und will in der kommenden Hallensaison wieder Wettkampfpraxis sammeln, um dann voller Elan in den EM-Sommer zu starten. Wie das konkret aussehen wird, bleibt abzuwarten. „Im Training sieht es jedoch danach aus, dass er den Anschluss schaffen kann“, ist der Bundestrainer optimistisch.

Die Hallen-Weltmeisterschaft in Moskau (Russland) sieht Henning van Papen primär als Chance für die jungen Athleten, um Erfahrung im internationalen Wettkampfgeschäft zu sammeln. „Hier denke ich vor allem an René Bauschinger, Stefan Eberhardt und Andreas Freimann.“

Das sind die Hoffnungsträger:
Insgesamt hat sich der Nachwuchs in dieser Saison, sei es bei der U23-EM in Erfurt, bei der U20-EM in Kaunas (Litauen) oder der U18-WM in Marrakesch (Marokko), in einem guten Licht präsentiert. Zehn Endkampf-Platzierungen lassen auf die kommenden Jahre hoffen.

„Es sind einige junge Leute auf dem Weg, die es bis 2008/2009 nach vorne schaffen können“, prognostiziert Henning von Papen. Generell bescheinigt er dem gesamten Kaderkreis, der auch schon im kommenden Jahr bei der EM angreifen könnte, das Potential als Hoffnungsträger für die kommenden Jahre zu fungieren. Zu den ganz heißen Kandidaten zählt, neben René Herms und René Bauschinger, auch Stefan Eberhardt, der bei der Europameisterschaft U23 schon zu Silber über 1.500 Meter lief und gemeinsam mit Andreas Freimann, dem Achten der U23-EM über 800 Meter, der starken Trainingsgruppe von Dieter Herrmann angehört.

Über 1.500 Meter ist auch an den Cottbuser Toni Mohr zu denken. Auch wenn der talentierte Mittelstreckler in diesem Jahr aufgrund von Achillessehnenbeschwerden nicht in Erscheinung treten konnte, so zählt er doch zu den Hoffnungsträgern des DLV, wie auch an seiner Zugehörigkeit zum Top-Team-Kader Peking 2008 abzulesen ist.

Aus dem Bereich der U20- und U18-Athleten rücken mit Merlin Rose (LG Nord Berlin), Martin Conrad (SC Potsdam), Volker Peter (LG Asics Pirna), Rico Loy (LG Badenova) und Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) weitere Talente auf den Mittelstrecken nach.

 

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